Liebe unterstützende Freunde und Familie
Eine weitere Reise nach Addis Abeba liegt hinter uns und in knappen zwei Wochen wurde uns wieder bewusst, wie wertvoll und notwendig die Arbeit des Wasserhahn Projekts ist. Die Dankbarkeit der Menschen, die wir mit unserer Arbeit erreichen, ist schwer in Worte zu fassen und doch sollte sie hier an erster Stelle stehen.
Danke, dass Ihr und Sie so vielen Menschen helfen ein wenig leichter durchs Leben zu gehen. Danke!
Zum Ende der Regenzeit begannen die Tage oft wunderbar frisch bzw. so frisch, wie die Luft in einer Stadt von bald 6 Millionen Menschen sein kann. (Angabe, offizielle Stadtseite Addis Abeba. Solomon denkt es sind schon viel, viel mehr.)
Das schnelle Wachstum schlägt sich jedoch nicht nur in neuen Fahrradwegen und großen Hochhäusern nieder. Leider werden täglich Hütten und Wohngebiete abgerissen, um Platz zu schaffen für breitere Straßen und immer weitere Hochhäuser. Man sieht im Stadtbild ständig Plätze voller Bauschutt, wo noch vor Tagen hunderte Menschen in ihren Häuschen lebten. In Gesprächen wird uns immer wieder erzählt, dass die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner, selbst wenn sie Abfindungen erhalten, meist gezwungen sind sich in Randgebieten der Stadt nach einer Behausung umzuschauen. Wie zu erwarten, sind gerade sozial schlechter gestellte Menschen von diesen Entwicklungen betroffen. Wohnraum ist teuer (Tendenz steigend) und egal ob mit oder ohne Abfindungen ist es fast unmöglich eine vergleichbare Bleibe zu ähnlichen Preisen zu finden. Der Wert der nationalen Währung ist in den vergangenen Monaten stark gefallen und die Menschen kämpfen mit explodierenden Preisen für quasi Alles. Nahrungsmittel, Transport, Kleidung, Waren des täglichen Bedarfs. Neben den bewaffneten Konflikten im Land ist auch das Leben im „friedlichen“ Addis hart.
Die Dil Betegel Schule und der Kindergarten bekommen immer mehr Kinder zugewiesen. Die Direktorin des Kindergartens erzählt nun von 800 Kindern, die auch durch die Umsiedlungen ganzer Familien dazugekommen sind. An der Schule sind es ca. 2000 Schülerinnen und Schüler.
Trotz der herausfordernden Umstände haben sie mit Ihrer Unterstützung ganze Arbeit geleistet. Die Sanitäranlagen im Kindergarten sind fertiggestellt und vier neue Toiletten mit Waschbecken und Wasserabfluss stehen den Kindern zur Verfügung. Mit einer Rampe vor dem Bau und einer breiteren Kabine sowie Sitzschüssel ist der Bau auch für Kinder mit körperlicher Einschränkung nutzbar.







