Was bisher geschah!

Reiste Solomon Wija  mit seiner Familie nach Äthiopien und überbringt die ersten Spendengelder. Der allererste Anfang der Hilfe für die beiden Partnerschulen Dil Betigil und Jerusalem-Grundschule im Stadtteil Entoto wurde mit – 30 neuen Wasserhähnen und – zwei Wassertanks sowie – einem Bücherregal mit Büchern und – einem Fenster im Dach der Bibliothek getan. Damit waren die ersten 5000,- EUR ausgegeben, die durch die Versteigerung am Abschlußfest     und  zahlreiche Privatspenden zusammengekommen waren. 

 

Dieses Mal reiste Solomon Wija mit Geld im Gepäck. Eine riesige Summe für ihn und erst recht für die Verhältnisse in Äthiopien. Die Dil Betigil Schule hat eine Aula die unter Denkmalschutz steht (siehe Geschichte der Schule). Dieser Raum konnte rekonstruiert werden und nun steht der Schule eine Möglichkeit offen, durch Vermietung einige Mittel selbst einzunehmen und somit weiter zu sanieren. Ausserdem konnte – der Sanitätsraum durch einen Anbau erweitert und mit – einem Kühlschrank ausgestattet werden.

Dieser ermöglicht eine bessere Lagerung der Medikamente für Aidswaisen an der Schule. Die Jerusalem-Schule erhielt einen – kompletten Neubau der Bibliothek. Die alte Blechhütte wurde abgerissen und ein Gebäude aus Stein konnte errichtet werden. Außerdem konnten – weitere Bücherangeschafft werden.

Besondere Dank!

Benefizkonzert am 28.04.2007, 16.00 Uhr zugunsten des Projektes in der Pauluskirche, Leipzig-Grünau

An diesem Tag fand durch das Engagement von Kantorin Frau Elke Bestehorn in ihrer Gemeinde ein Benefizkonzert statt. Es stand unter dem Thema »…von Mitteldeutschland in die Welt… « Es wurden Lieder, Sonaten und Concerti von Georg Friedrich Händel  und Georg Philipp Telemann von den Musikern des Händelfestspielorchesters Halle auf Instrumenten der Barockzeit aufgeführt.

 

Die Musiker waren Myrsini Margariti – Sopran
Constanze Karolic – Traversflöte, Blockflöte
Elisabeth Thiel – Viola da gamba
Bernhard Prokein – Cembalo

Angela Gollner

Verkaufsaktionen für die Patenkindern

Verkaufsaktionen in der Kirchgemeinde Connewitz-Lössnig, im Elisabeth-Krankenhaus und im Werk 2, Dezember 2006 und 2007

Frau Angela Gollner, die nicht nur Zeit, Geduld und Kraft, sondern auch
finanzielle Aufwendungen nicht gescheut hat, konnten selbst gebastelte und gestaltete Sterne,                                                               Kerzen, Karten und Lampions zugunsten des Projekts verkauft werden.

Addis Abeba/Leipzig

Patenkindern

Besonders freue ich mich über die Begegnung mit den Patenkindern und ihren Angehörigen. Bisher konnten sieben Kinder in persönliche Patenschaften vermittelt werden, dazu gehören die Geschwister und in der Regel ein Erwachsener, der die Verantwortung trägt.
Es verläuft politisch und konfessionell neutral und wirtschaftlich unabhängig, direkt von Mensch zu Mensch, ich fungiere nur als Bote und Übersetzer.
14 Kinder und ihre Familien werden zur Zeit von Paten unterstützt.
Alle leben in Addis Abeba. Sie bekommen Helfe für Schulmaterial, Kleidung,
medizinische Versorgung. Durch diese Unterstützung können die Kinder
in ihren Familien, die manchmal nur eine Großmutter, Tante oder Onkel sind, bzw. bei Bekannten wohnen bleiben und werden davor bewahrt »Straßenkinder« zu werden.

 

Die Möglichkeit für diese Kinder die Secondary School zu besuchen ist gering.
Finanzielle Unterstützung für Schüler gibt allgemeine in Äthiopien es nicht,
demnach sieht das Leben der äthiopischen Kinder nicht rosig aus.
Selbst für eine Berufsausbildung muss gezahlt werden. Ein Bauarbeiter verdient etwa 15 äthiopische Birr am Tag, das sind 1,20 Euro, für die er nur so viel kaufen kann, daß seine Familie und er nicht verhungern. Soziale Einrichtungen gibt es nicht.

Stand 2008

Deshalb ein ganz besonderer und herzlicher Dank an alle Pateneltern!
(Spendenbescheinigungen gibt es bei dieser direkten Hilfe leider nicht.)         Bettina und Solomon Wija

2005

Reisebericht 2005 Vorwort im Nachtrag

Die ersten zwei e-Mails sind gut und schnell angekommen. Welche Freude für mich und meine Familie. Aber die Freude war zu früh, alle weiteren Mails, die ich mit viel Mühe und Aufwand fast täglich aus Internetcafes verschickte, sind bis heute noch nicht da. Deshalb nun      eine Zusammenfassung aus den vielen kleinen Mails.

Ein Reisebericht zum »Wasserhahnprojekt« Mein Aufenthalt in Addis Abeba vom 3.-22. Januar 2005.

Die Reise | 03. Januar 2005 – Tahesas 25. 1997 (Greogorianischer Kalender)

Ja, Addis Abeba, das Land der Äthiopier, der Menschen mit der verbrannten Haut, wie die alten Griechen sagen. Das Land, wo es kein Telefon und keine E-Mail gibt?

Ein Land, mit einer ungewöhnlichen Vielfalt hinsichtlich seiner Topografie und seiner zahlreichen ethnischen Gemeinschaften. Über 40 Völkergruppen sprechen ihre eigene Sprache. Um die Verständigung untereinander zu ermöglichen wurde das Amharische als Amtssprache festgelegt. Zusätzlich kommt man mit Englisch weiter, jedoch nur diejenigen, die eine entsprechende Schulbildung erlangen konnten.

Der Reiche hat Honig, der Arme hat Kraut | 07. Januar 2005

Die Äthiopier sind zutiefst gläubig. Kirchliche Zeremonien sind die wichtigsten Eckpunkte des äthiopischen Lebens. Die Feierlichkeiten sind eindrucksvoll und einzigartig.
Bis vor kurzem war Äthiopien immer eine christliche Insel in der islamischen Welt, doch inzwischen ist die Zahl der Islamisten auf fast die Hälfte der Bevölkerung angestiegen. Die Äthiopier sind sehr stolz auf ihre Kultur und Zivilisation.
Die meisten Menschen stehen Besuchern freundlich und neugierig gegenüber. Die Arbeitslosenquote ist sehr hoch. Hier leben die Ärmsten und tragen doch ihr Schicksal mit Würde und höchster Ergebenheit. Sie sagen:»Der Reiche hat Honig, der Arme hat Kraut.«

 

Ab heute wird für Weihnachten (Genna), am 7. Januar, vorbereitet. Weihnachten ist hier nicht der Höhepunkt im christlichen Jahr, sondern das ist Ostern, Fasika. Es wird in der Familie gefeiert, wie hier. Es ist eines von vielen kirchlichen Festen. Dafür wird gekauft und gekocht. Wer Geld hat kauft sich ein Schaf und schlachtet es zu Hause. Andere kaufen Hühnchen und Rindfleisch ( etwa 200 Birr, das sind ca. 18 EUR) für das traditionelle Essen und es gibt eine Art Honigwein, Met, oder Bier dazu.

 

In Geschäftsvierteln von Addis kann man auch bei 28 Grad Hitze überall Weihnachtsbäume und Rentiere leuchten sehen. Ich habe sogar zwei schwarze Weihnachtsmänner mit weißem Bart gesehen, die die wenigen wohlhabenden Äthiopier erfreuen » Kaffee« Der Kaffee hat seinen Ursprung in Äthiopien und ist dort wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Es gibt keinen besseren Kaffee auf der Welt. Die Kaffeezeremonie wird nach den Mahlzeiten mit viel Charme und Anmut zelebriert.

Ich Reise befasst, doch die konkrete Praxis sieht dann doch immer anders aus. Was nimmt man gegen eventuelle Krankheiten mit? Brauche ich neue Schutzimpfungen, wie z.B. Gelbfiber und Tetanus? Wo bekomme ich diese? Oder reicht der Schutz vom letzten Mal noch? Hoffentlichhabe ich alles bedacht.           Das Visum, das mir den Eintritt in das Land erlaubt, bekommt man nicht leicht von der Visaabteilung der Äthiopischen Botschaft in Berlin. Man braucht viel Geduld.

Mit Rollkoffer, Rucksack und Laptop begann ich früh die Reise. Von Leipzig nach Frankfurt, ein paar Stunden Wartezeit, Beine vertreten und im Wartesaal sitzen und lesen, einchecken und endlich auf der Anzeigetafel Boing 767 der Ethiopian Airline.

 

Ohne viel Verspätung sind wir gegen 14.45 Uhr gestartet. Von den Passagieren scheinen die meisten Äthiopier zu sein. Nach knapp 8 Stunden Flugzeit, ohne das so unglaublich zerklüftete Land von oben zu sehen bin ich in Addis Abeba, im Dunkeln auf dem Bole International Airport im Südwesten der Stadt gelandet. Das Flughafengebäude ist neu erbaut. Auf meiner Uhr ist es 10 Uhr abends, 12 Uhr Ortszeit. Es folgte das übliche ausfüllen von Formularen. Hier braucht man Amaharisch oder Englisch. Vor dem Flughafengebäude wogt eine riesige Menschenmenge, die ihre Verwandten erwartet. Wo auch ich von meiner Familie glücklich empfangen wurde. Es ist plötzlich empfindlich kalt. Kein Wunder: Ich bin hier ja 2004m hoch!

Bis bald!

2008

Liebe Freunde und Unterstützer des Wasserhahn-Projektes!

Am 22. August 2008 machte ich mich auf den Weg zu einem weiteren Besuch bei den zwei Schulen unseres Wasserhahn-Projektes. Das erste Ziel der Reise waren die Orte, an denen zuletzt gearbeitet wurde. Die Halle und der begonnene Sanitätsraum in der Dil Betigil-Schule sowie die Bibliothek in der Jerusalem-Schule.
Die Schulen sind für die Kinder und ihre Eltern, bzw. Verwandten der einzige Ort mit Hoffnung für eine bessere Zukunft. Viele der Kinder sind deshalb vom Land in die Stadt gezogen, oft zu nahen Verwandten.

 

Dil Betigil-Schule

Wenn man von den momentanen Trends ausgeht, werden es bald 4000 Kinder sein, (2005 waren es 2400) die an dieser Schule lernen. In der nächsten Zeit wird die Schülerzahl noch weiter ansteigen. Jetzt müssen 70- 90 Schüler in einer Klasse lernen, sie drängen sich um kleine Holztische, die oft kaputt sind, in kargen Räumen, sehr dunkel und manchmal ganz ohne Fenster. Die Arbeitsbesprechung fand in einem zentral liegendem Lehrerzimmer statt und war nicht einfach. Die Leitung der Schule wurde seit Februar 2007 aus politischen Gründen, vier Mal ausgetauscht. Das war für die Zusammenarbeit vor Ort schwierig, meine   Pläne ließen sich leider nicht im vollen Maß umsetzen. Die Halle sieht nach wie vor gut aus und wurde bis vor kurzem von verschiedensten Seiten genutzt.

 

Inzwischen werden aber zunehmend politische Veranstaltungen durchgeführt, die der Schule keine Einnahmen mehr bringen. Der Staat hat Gesetze erlassen, die der Leitung die Hände binden sowie alle     Wege bürokratisieren und damit verlangsamen. Das bedeutete in der momentanen Situation, dass wir         uns nur auf die konkrete Hilfe für die einzelnen Kinder und den Sanitätsraum konzentrieren konnten.
Neben der Hilfe für die Schüler zur Ausbildung, spielt auch der Schutz der Gesundheit in der Schule eine große Rolle. Die baulichen Maßnahmen für den Sanitätsraum waren beim letzten Mal abgeschlossen. Jetzt konnte ich den Innenraum komplett sanieren lassen und Arbeitsgeräte, z.B. zur Sterilisierung, eine Liege, Tische, Stühle, Verbandsmaterial und Medikamente anschaffen.

Es können dort kleine Gruppen von Kindern gut geschult und versorgt werden. Außerdem bekamen,   die von unserer Helferin und Lehrern, sorgfältig ausgewählten 140 Kinder für dieses Schuljahr jeweils eine Schuluniform, Hefte, Stifte und einen Schulranzen. Aber die Zahl der Bedürftigen ist weit größer als ich vermutet hatte. Die doppelte Menge an Kindern hätte Hilfe bekommen sollen.  

 

Die Wasserhähne müssten, angesichts der Menge der Kinder regelmäßig gewartet und repariert werden, aber im Moment sind wieder viele beschädigt. Um diese Probleme lösen zu können, gibt es den Plan eine Art Verein zu gründen. Die Arbeitsgruppe von zwei Frauen und zwei Männern unterstützen mich und wir entscheidengemeinsam, welche Sachen getan werden und sinnvoll sind, bzw. wo die Bedürfnisse am größten sind. Nur so ist es noch möglich, die Gelder nach unseren Wünschen, ohne staatlichen Zugriff anzulegen.

Jerusalem Grundschule

Die Bibliothek ist leider durch starke Regenfälle beschädigt worden und im Moment nicht nutzbar.
Die Leitung der Schule bemüht sich um staatliche
Hilfe zur Reparatur. Es müssen Rohre zur Ableitung des Wassers gelegt werden. So konnte ich nur den Bestand an Büchern erweitern .

2009

Addis Abeba im September/Oktober 2009

Bericht

Am 24.01.2010, 19.00 Uhr gab ich im Paul-Gerhardt-Haus, Selnecker Straße 7,

in Leipzig einen Bericht mit Fotos vom Arbeitsbesuch, 26.09.-10.10.2009, in Addis Abeba.

Die Kinder nehmen die neuen Wasserhähne in Besitz

Die wirtschafftliche Situation ist um vieles schlechter gewesen als je zuvor.In den letzten drei Jahren sind die Preise für Teff um das Sechsfache gestiegen. In Äthiopien ist Teffmehl die Grundlage für das Nationalgericht Injera. Frucht- und Milchpreise sind ebenso explodiert.
Mit der »Dil Betigil-Schule« sowie der »Jerusalem-Schule« bin ich im Gespräch, aber der ständige Wechsel der Direktoren machen eine kontinuierliche Arbeit unmöglich. In ersterer wird versucht unsere begonnenen Projekte mit großen Hilfsorganisationen, d.h. mehr Geld fortzusetzen. Die von uns sanierte Aula bekommt eine neue, feste Decke eingezogen. Das ist schön, die Aula kann dann weiter genutzt werden. Wird sie auch, aber zu vorwiegend politischen Zwecken und nicht wie von uns gedacht, um durch Vermietung der Schule Einnahmen zu bringen.

Ein Haus für die Schulspeisung und ein Toilettenbau sind schon begonnen worden, stagnieren aber. Der Leiter des Sanitätsraumes ist nicht mehr an der Schule. Der Raum zwar intakt, aber im Moment ungenutzt.

 

Qusquam-Taitu-Bitul-Grundschule

 

Im Norden der Stadt, auf der Anhöhe Entoto, liegt die »Qusquam-Taitu-Bitul-Grundschule«   (Taitu Bitul, 1852-1918, war Kaiserin in Äthiopien).

Zur Zeit besuchen etwa 2000 Schüler bis zur achten Klasse diese Schule. Wie überall in Addis haben auch hier die Kinder oft keine Grundversorgung mit ausreichender Nahrung, Kleidung, Unterkunft oder medizinischer Hilfe.
Mit Direktor Abeza Amenu habe ich besprochen, wo im Moment die grössten Herausforderungen liegen. Das ist der Gesundheitsbereich, wo uns vor allem die einfachen Krankheiten zu schaffen machen. Der Sanitätsraum und Toiletten müssen in Angriff genommen werden.Um hier Abhilfe zu schaffen, braucht es viel Geduld und ausserdem eine verbesserte lokale und langanhaltende Zusammenarbeit, vereinfachte Kommunikationswege und grundlegende Infrastruktur. Das dies gelingen kann, setzt voraus, dass die Partner in der Schule möglichst freie Hand erhalten, mit uns ohne politischem Druck zu arbeiten.

Die Schule hatte bereits einmal von der Partnerschaft mit dem Wasserhahn-Projekt profitieren können – neben der erwähnten Wasserversorgung, wurde auch für 52 bedürftige Kinder, der ersten und zweiten Klasse, das gesamte Schulmaterial und jeweils eine Uniform gekauft.

Direktor Abeza Amenu

Der Sanitätsraum

Der Sanitätsraum der Schule ist in einem erbärmlichen Zustand, wie man auf den Fotos sehen kann. Aktuell ist die Baugenehmigung beantragt worden,um mit den Arbeiten beginnen zu können. Es werden Kostenvor-
anschläge eingeholt und Verträge mit den Baufirmen ausgehandelt. Ziel ist es den Schülern eine hygienische, medizinische Erstversorgung zu ermöglichen.

Deutsch-Äthiopische Jugendbegegnung und Begegnung mit Kindern der Dil Betigil-Schule vom 17.-25.10. 2008 in Addis Abeba

Mit diesem Projekt, welches ich gemeinsam mit Ute Eidson angeregt hatte, wurde der direkte Austausch von Jugendlichen aus Addis Abeba und Leipzig ermöglicht. Unterstützt wurde die Aktion finanziell von dem Jugendamt Leipzig, Frau Karin Hempel, der Stadt Leipzig, Referat Europäische und internationale Zusammenarbeit, Kinder- und Jugendplan des Bundes (Sonderprogramm), dem WERK II Kulturfabrik Leipzig e.V., dem Förderverein Stötteritzer Spielkiste e.V. sowie vielen Leute, die uns mit Rat und Tat unterstützt haben, besonders Andereas Weißgerber und in Addis Abeba Hiwot Ethiopia (NGO), einer nicht-staatlichen Jugendorganisation.

Wir hatten ein Auto gemietet, um jederzeit frei und schnell beweglich sein zu können. Bei der Stadtrundfahrt sahen wir viele Sehenswürdigkeiten und einige Lebensgewohnheiten der Hauptstädter. Wir besuchten den Stadtteil Entoto, auf knapp 3000 m Höhe, ein schon beeindruckender Berg mit riesigen Eukalyptusbäumen und machten eine Wanderung durch den Wald, was ein sehr anstrengendes Erlebnis war. Die Blicke in weite Landschaft mit Feldern und weiteren Bergketten entschädigte aber. Wir besuchten die Raguel-Kirche aus dem 18. Jahrhundert, welche mit Malereien zu Geschichten aus der Bibel verziert ist. Im Gelände gibt es auch noch Kirchen aus dem 13. Jahrhundert, die mit Hammer und Meisel in den Fels getrieben wurden.

 

Mittag wurde oft in einem der vielen kleinen traditionellen Restaurants in Addis mit landestypischen Speisen eingenommen. Wir konnten vieles kosten, allem voran »Injera«, ein leicht säuerliches Fladenbrot, das mit den Fingern gegessen wird und zu dem verschiedene Soßen, »Wots«, z.B. »Schiru« oder »Tibbes fifir« und frisch gepresster Saft (z.B. Mango) gereicht werden. Dazu gab es Lamm, Huhn, Kohl, Linsen und vieles mehr. Anfängern im äthiopischen Essen macht meist »Berbere« zu schaffen, eine sehr scharfe rote Gewürzmischung, mit der fast alle Speisen verfeinert werden. Hat man sich aber einmal daran gewöhnt, so wird man ihn nicht mehr missen wollen. Das Fladenbrot wird aus Teff, einer äthiopischen Getreidesorte, zubereitet. Teff beinhaltet mehr Calcium, Eisen, Zink und Kalium als irgendein anderes Getreidekorn. Es ist idial geeignet für Ausdauerathleten. Durch den hohen Eisen- und Kaliumgehalt wird die Ausbereitung von Anämie und Osteoporose nachhaltig gesenkt.

Begegnung mit Kindern der Dil Betigil-Schule

Diese ist die Partnerschule des Wasserhahn-Projektes, welches von mir ins Leben gerufen wurde. Wir besichtigten die Schule, an der ca. 4000 Kinder lernen. Hier haben die Jugendlichen die Arbeit des Projektes gezeigt bekommen. Sie haben den Sanitätsraum und die rekonstruierte Halle gesehen, hatten Begegnungen mit Lehrern und Schülern. Sie verteilten an die Kinder mitgebrachtes Schulmaterial, das deutsch-amharische Heft, »Lebenswelten« und viele Spielsachen. Außerdem gab es gemeinsame Aktionen: es wurden zwei Klassenräume bemalt, was vor der Reise geplant war.

In Äthiopien sind nur ca. 35 % der Kinder in einer Schule eingeschrieben. Es besteht keine Schulpflicht. Kinder müssen auf der Straße arbeiten, um das magere Einkommen der Eltern aufzubessern und das Überleben der Familie zu sichern. Aktuelle Studien haben ergeben, dass allein in Addis Abeba 40.000 Straßenkinder leben. Hier ist die Situation der Kinder besonders aussichtslos. Das war für die Jugendlichen die beeindruckendste Erfahrung. Sie hätten gern allen helfen wollen.

Es gab Begegnungen und Einladungen zu den Jugendlichen von Hiwot Ethiopia nach Hause, sowie mit Menschen der Landbevölkerung.

2010

Qusquam Taitu Bitul-Schule

In der modernen Gesellschaft entwickelt sich das städtische Leben sehr rasch. Seine Beliebtheit und Attraktivität würde auch Menelik II. gefallen und sein Herz erfreuen. Ein wesentliches Instrument, das zum Aufblühen der Städte beiträgt, ist die Vermittlung von Wissen und Bildung. Bereits Menelik II. hatte das richtig erkannt. Er forderte zur Überwindung alter, rückständiger Gewohnheiten auf und erließ ein Dekret, mit dem diese neue Entwicklung eingeleitet wurde.

In dem Dekret heißt es unter anderem: „Von nun an und in Zukunft sollen alle Jungen und Mädchen ab einem Alter von sechs Jahren eine Schule besuchen.“ Man sagt von Kaiser Menelik II., dass er infolge zahlreicher Kriege nicht dazu kam, selbst viele Schulen zu gründen. Aber er erkannte den großen Nutzen von Bildung und hat den Widerstand und Streit der Priesterschaft überwunden. Dafür, dass er die Schule, die jetzt seinen Namen trägt, als Quelle von Wissen und Bildung begründet hat, gebührt ihm großer Dank.

Nachdem in der neuen Hauptstadt der Grundstein für moderne Bildung gelegt worden war, entstanden auch in anderen äthiopischen Städten Schulen. Eine der ersten Schulen in Addis Abeba war die Qusquam Taitu Bitul-Schule. Am Fuße des Entoto-Gebirges gelegen, wurde sie im Jahre 1933 eröffnet. Schon 1932 hatten ein paar Enthusiasten eine kleine Hütte und ein Zelt errichtet, um die Zeit bis zur Fertigstellung und Einrichtung des Schulgebäudes zu nutzen. Damals war Blattengeta Sahle Tsedalu Bildungsminister und wohnte ganz in der Nähe. Er hat das Gelände gekauft und darauf ein großes Haus mit vier Räumen errichten lassen. 1933 wurde dann die Schule eröffnet. Zu Beginn gab es vier Lehrer aus den Reihen des Klerus, die den Unterricht in moderner englischer Sprache und Mathematik durchführten. Am Anfang waren es 34 Schüler, denen man Bücher, Hefte und Stifte schenkte, um ihre Lernbereitschaft zu stärken und den Unterricht erfolgreich durchführen zu können. Die Schüler wurden bis zur 4. Klasse von äthiopischen Lehrern unterrichtet und nach erfolgreichem Abschluss an die Menelik II.-Schule überführt, um dort ihre Ausbildung fortzusetzen.

Der erste Direktor der Qusquam-Schule war der bekannte Gelehrte Melaku Begosau. Er schrieb selbst Theaterstücke, die von besonders begabten Schülern der Quskwam-Schule aufgeführt wurden. Seine Theaterstücke wurden sogar auf der Bühne der Menelik II-Schule aufgeführt. Wie noch heute lebende Zeitzeugen berichten, haben die Schüler damals sogar ein Theaterstück aufgeführt, das vom Überfall des faschistischen Italien auf Äthiopien handelte. Bis zu jenem Überfall im Jahre 1935 verlief der Schulbetrieb planmäßig, musste dann aber für fünf Jahre unterbrochen werden.

Nachdem die Italiener aus Äthiopien vertrieben waren, konnte die Schule 1941 den Schulbetrieb wieder aufnehmen. Bis 1948 war der Direktor der Schule der Ge´ez-Gelehrte Aleqa Negash und anschließend Herr Menkir Dereso. Danach übertrugen die Äthiopier die Leitung der Schule dem Inder Dr. Gahaswala. Ihm gelang es, die Qualität der Ausbildung deutlich zu erhöhen. Mit sehr guten Prüfungsergebnissen nach der 6. Klasse konnte so der gute Ruf der Schule begründet werden.

Nach Dr. Gahaswala waren wieder Äthiopier als Direktoren tätig, die mit ihrer engagierten Arbeit den guten Ruf der Schule verteidigten. Die Zahl der Schüler stieg von Jahr zu Jahr, auch die Anzahl der Lehrer und Angestellten nahm ständig zu.
Es wurden neue Klassenräume gebaut und zahlreiche Lehrmaterialien angeschafft.

Nach der Revolution hat die Regierung dem weiteren Ausbau des Bildungswesens große Aufmerksamkeit geschenkt. Die Qusquam-Schule hat bei der Verwirklichung ihres Bildungsauftrages große Anstrengungen unternommen und dabei hervorragende Ergebnisse erzielt.

Aus heutiger Sicht sind die langjährigen Bemühungen und die großartigen Leistungen der Qusqwam Taitu Bitul-Schule nicht hoch genug einzuschätzen. Seit ihrer Gründung in jener kleinen Hütte im Jahre 1932 und dann von 1941 bis heute wurde hier wahrhaft Großartiges geleistet.

Eine große Anzahl von Schülern, die ihre ersten Schuljahre an der Kusquam Taitu Bitul-Schule verbracht und später an Hochschulen im In- und Ausland ihre Ausbildung fortgesetzt und mit Erfolg abgeschlossen haben, sind heute auf den verschiedensten Ebenen und Fachgebieten für ihr Heimatland tätig, worauf die Schule sehr stolz sein kann. Das heißt aber nicht, dass die Qusquam Taitu Bitul-Schule schon alles erreicht hat und dass alle Aufgaben erfüllt wurden. Vielmehr ist festzustellen, dass die Schule zu denen gehört, die in ihrer Entwicklung sogar zurückgeblieben sind. Was ist zu tun, um das zu ändern und die Schule wieder voranzubringen? Was kann man von den ehemaligen Schülern der Schule erwarten, die hier in hoher Zahl und guter Qualität ausgebildet worden sind? Wie könnte deren Unterstützung aussehen und wie kann sie konkret verwirklicht werden? Jetzt, da erneut ein Jubiläum der Kusqwam Taitu Bitul-Schule ansteht, besteht die Hoffnung, dass alle ehemaligen Schüler, die in der Nähe leben oder aufgrund der großen Entfernung nicht rechtzeitig zum Fest kommen können, konkrete Antworten und praktische Vorschläge zu den hier genannten Fragen machen werden.

2011

Glauchauer 30. Oktober 2011
Bilder vom Glauchauer-Herbstlauf am 30.Oktober 2011

Am Sonntag, den 30.11.2011 überreichte Herr Matthias Etzold im Namen der »Turn- und Sportgemeinschaft Glauchau e. V.«, in Glauchau, in der Sachsenlandhalle, Solomon Wija eine Geldspende in Höhe von 425,- Euro. Die »TSG Glauchau e.V.« waren so sehr von der Arbeit des »Projektes Wasserhahn« begeistert, dass sie eine Spendenaktion zugunsten dessen ins Leben gerufen hatten. Im Rahmen des 26. Glauchauer-Herbstlaufes wurde aus diversen Einzelbeträgen und dem Firmenlauf sowie dem Verkauf von T-Shirts und Kalendern ein Gesamtbetrag von 544,85 EUR für die Schulen »Dil Betigil«, »Jerusalem-Grundschule« und »Qusquam-Taitu-Bitul« gespendet. Unser besonderer Dank für die Unterstützung gilt auch dem Weltenradler Thomas Meixner aus Jessnitz/Sachsen-Anhalt, über den dieser Kontakt zustande kam

nähere Informationen

unter: www.glauchauer-herbstlauf.de

Addis Abeba | September 2011

Liebe Unterstützer des Projektes »Wasserhahn«,
liebe Familie, liebe Freunde!

In diesem Jahr war unser Schwerpunkt die Qusquam-Schule. Weitere 85 dieser und 12 Kinder der Dil-Betigil Schule waren Nutznießer. Worin bestand unsere Hilfe dieses Jahr? Sie bekamen Lehrmaterialien wie Schulranzen, Hefte und Stifte für ein Jahr zur Verfügung gestellt und Uniformen wurden vor Ort ausgemessen und genäht. Manche Kinder besitzen nur diese Kleidung und tragen sie auch außerhalb der Schule.
Ausnahmen sind einige Kinder, die besondere Zuwendung brauchen. Sie bekommen von uns, für kurze Zeit, eine oder zwei Mahlzeiten pro Tag, wenn wir in der Lage sind, das zu finanzieren.
Es soll aber nicht unser Ziel sein,Mahlzeiten zu organisieren.

Wie werden die Kinder ausgesucht? Grundsätzlich werden die Kinder von  den Lehrern der jeweiligen Schule vorgeschlagen und wir bekommen dann eine Liste.
So sind viele erfasst und bekommen ganz direkt angemessene Hilfe. Für den Sanitätsraum der Qusquam-Schule wurden eine Liege, medizinische Arbeitsgeräte und ein Kühlschrank für die Medikamente angeschafft. Wir durften auch nicht vergessen, dass, angesichts der Menge der Schüler, oft Sachen beschädigt werden, die wir immer wieder durch Reparaturarbeiten mit finanzieren.

Zum Beispiel wurde die Tür am Sanitätsraum ausgebessert und einige Wasserhähne erneuert. Jedoch will ich nicht alles Verallgemeinern; das dort in den Schulen nur Hunger herrscht und alle arm sind und nichts zu Essen haben, so ist es nicht. Aber trotz kostenlosem Angebot dieser staatlichen Schulen können viele Kinder nicht zur Schule gehen und wenn, dann nur mit Mühe.

Die Familien sind intakt, aber nur eine Arbeit reicht für die Familie nicht. Viele Eltern versuchen immer mit Gelegenheitsarbeiten zusätzliches Geld zu verdienen, damit ihren Kindern eine ausreichende Schulbildung ermöglicht werden kann. Die Kinder arbeiten mit, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen.
Besonders für sie ist es schwer, ohne Ablenkung dem Unterricht zu folgen. Deswegen können viele Kinder nach Abschluss der Grundschule immer noch nicht richtig lesen und schreiben. Zum Glück gibt es andererseits einige, die im nächsten Sommer, auch durch unsere Hilfe, auf eine weiterführende Schule wechseln können.
Die Kinder sind mit Eifer dabei ihren Alltag zu meistern.

Sie sind für alle die Hoffnung für eine Zukunft, die oft traurig genug aussieht. Der Schulbesuch ist aber für ein Kind die einzige Zukunftsperspektive. Neben der sozialen Entwicklung, die wir nur durch unsere Treue positiv beeinflussen können,ist die wirtschaftliche Stärkung beim Wasserhahn-Projekt der wichtigste Aspekt. Denn die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, selbst für ihre Familien und vor allem die Kinder sorgen zu können.

 

Nun endlich: An alle ein ganz besonderer Dank!
Allen unseren persönlichen Paten; denen,die regelmäßig und zuverlässig unterstützen; denen die mit kleinen Beträgen für sich und die Menschen dort, Akzente setzen und denen, die uns in diesem Jahr durch Verzicht auf Geschenke anlässlich Ihrer privaten Feiern mit dem gesammelten Geld geholfen haben!

Danke für das Vertrauen und die Treue, ohne die nichts möglich wäre!
Alles Gute, Gesundheit, ein langes Leben und Gott schütze Sie/Euch!
So schreiben die Patenkinder an ihre Eltern in Deutschland und so grüßen auch wir ganz herzlich.

2012

Besonderer Dank!

An alle ein ganz besonderer Dank! Allen Paten; denen, die regelmäßig und
zuverlässig unterstützen; denen die mit kleinen Beträgen für sich und die
Menschen dort, Akzente setzen und denen, die uns in diesem Jahr durch
Verzicht auf Geschenke anlässlich Ihrer privaten Feiern mit dem gesammelten
Geld geholfen haben!

Wieder gilt unser besonderer Dank für die Unterstützung
dem Weltenradler Thomas Meixner aus Jessnitz/Sachsen-Anhalt,
aktuell gab es wieder eine Geldspende in Höhe von 325,-Euro!

Die Gemeinde der St. Laurentiuskirche in Leipzig-Leutzsch,
spendete Geld in Höhe von 425,-Euro, dafür sind wir dankbar!

Im Rahmen des 101. Offenen Abends der Gnadenkirche Leipzig-Wahren
wurden 325,-Euro gespendet.
Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Bericht über das Projekt » Wsserhahn | 2.Februar 2012

2013

Addis Abeba | 12. September bis 3. Oktober 2013


Liebe Unterstützer des Projektes »Wasserhahn«, liebe Familie, liebe Freunde!

Bevor Sie/Ihr etwas mündliches hören können, wollen wir uns wenigstens auf diese Weise kurz zurück melden! Wir waren drei Wochen in einer anderen, mir Bettina, einer sehr fremden Welt. Und das, obwohl es meine zweite Reise war. Wir sind gut und halbwegs zufrieden zurück und noch ganz erfüllt. Neben vielem Leid, Armut und Elend, hatten wir natürlich auch sehr schöne Erlebnisse. Es gäbe stundenlang zu erzählen und es ist sicher gut, das nun nach dreiwöchentlichem Schweigen meinerseits, ich etwas erzählen kann.

Und gut, das sich alles setzen und gedanklich geordnet werden kann, bevor wir die Bilder öffentlich zeigen werden. Ganz herzlichen Dank für alle Unterstützung in finanzieller und moralischer Weise, ohne die ja nichts möglich wäre!

Zu den Fakten:

Der Wassertank steht und die Hähne sind erneuert, das Wasser floss! (Wenn man erlebt hat wie es 5 Tage ohne Wasser ist, welche Freude!) Ein neues Haus für den Kindergarten, ca. 3.50 x 11 m, ist fast fertig gebaut. Kleinigkeiten, wie das Glas in die Fenster einsetzen, Fußbodenbelag legen und noch eine Wand einziehen, müssen in den nächsten Tagen beendet werden.

Das Dach des anderen Gebäudes wurde ausgebessert und drei Räume des Kindergartens sind gemalert, Stoffdecken eingezogen, Fußböden mit Linol belegt, sechs Regale, Hefte, Papier, Stifte, Spielzeuge gekauft worden. Erst jetzt weiß ich genau, wie sehr es für Solomon Schwerstarbeit ist. Die Umstände sind nicht einfach und völlig andere. Nichts kann verglichen werden. Die Patenkinder haben wir fast alle zu Hause besuchen können. Trotz der großen, unendlich großen Armut, gibt es natürlich Unterschiede. Alle haben sich sehr gefreut Solomon zu sehen und Geld zu bekommen, welches erleichtert, hilft durchden Alltag zu kommen, einfach Möglichkeiten schafft.

Ich kann allen sagen: jeder Cent ist gut angelegt und wenn es nur etwas Hoffnung ist, die dadurch gegeben wird! Vielleicht schaffen es manche von ihnen durch die finanzielle Hilfe eines Tages auf eigenen Beinen zu stehen.
Wir hoffen es so sehr! Jetzt versuchen wir also die Alltagsstrukturen wieder aufzunehmen und nach und nach mündliche Kontakte zu finden.

 

Ganz herzliche Grüße und die besten Wünsche und noch einmal vielen, vielen Dank!

Ihre/Eure Bettina- Wija Stein und Solomon Wija

Der Kindergarten der Dil-Betegil-Schule

Auch in diesen Fotos und Texten werde ich nicht annähernd das wiedergeben können, was ich im April diesen Jahres erlebt und erfahren habe. Obwohl ich schon oft da war, ist es immer wiederrten werden ca. 120 Kinder von 6 Erzieherinnen betreut. Die Leiterin, Frau Me’asa Mesge,übermittlte ihre Wünsche, wie auf dem kleinen Film zu sehen, lesen und hören ist. Die Versorgung mit Grundlegendem, wie zum Beispiel Wasser, ist sehr schwer. Besonders in dem Gebiet, indem sich die Schule befindet, gibt es nur ein bis zweimal in der Woche für eine Stunde Wasser und wer keinen Wassertank hat, kann sich nichts abfüllen,für die Zeit ohne. Wenn alle Lebensmittelpreise steigen, kommt für viele Eltern Lehrmaterial an zweiter Stelle. Für ihren Kindergarten wird es immer komplizierter, meint Frau Me’asa, sie bekommen fast keine finanziellen Mittel zur Verfügüng. Im Grunde ist hier bei allem Hilfe nötig.

 

Unser Schwerpunkt wird der Kindergarten, zur Dil-Betegil-Schule gehörend, sein. Trotz der Schwierigkeiten, die uns seitens der Bürokratie in den Weg gelegt werden und Dank Ihrer anhaltenden Unterstützung, werden viele Vorhaben zu lösen sein. Es ist meine Hoffnung, die grundlegende Versorgung des Kindergartens mit Wasser zu sichern. In allen vier Räumen sind Bauarbeiten nötig. Die Decken sollen mit Tüchern abgehangen werden, um die Hitze erträglicher zu machen.

Worin soll unsere Hilfe in diesem Herbst bestehen?


Die Fußböden sollen einen Belag erhalten, damit sie besser zu reinigen sind. Genauso dringend werden Lehr- und Spielmaterialien benötigt, z. B. Kinderbücher, Stifte, Farben, Papier und funktionfähige Regale zum Verstauen dieser Sachen. Auch im Kindergarten ist Schuluniform Pflicht.
Für viele Kinder ist es die einzige Kleidung und sie tragen diese auch außerhalb. Vielleicht gelingt es uns dieses Mal, in den immer schwieriger werdenden Alltagsituationen für die Menschen etwasGutes zu bewirken.
Der vorgesehene Flug ist im September geplant und vielleicht kann zusätzlich Kindern
der Dil-Betegil- und Jerusalem-Schule geholfen werden.

DANKE!

Liebe Konzertbesucher, liebe Unterstützer des »Projektes Wasserhahn«! Als Leiter des »Projektes Wasserhahn« möchte ich mich im Namen der Kinder in Addis Abeba für alle Gelder aus der Spendenbox, 352,40 EUR, die bis Juli 2013 hier zu Gunsten dessen eingegangen sind, herzlich bedanken!

Dank vieler großer und kleiner Beträge wird es dieses Jahr möglich sein, dem Kindergarten der Dil-Betigil-Schule in Addis Abeba wesentliche Unterstützungzu Teil werden zu lassen. Über einen Aufenthalt und die Umsetzung der Spenden im September/Oktober diesen Jahres werde ich 2014 berichten.
Die Arbeit in Äthiopien ist mit vielen Hürden verbunden und natürlich auch hiermit noch nicht beendet. Weiterhin freuen wir uns über alle Beiträge, die uns helfen können, zukünftig aktiv zu bleiben im Kampf gegen die allgegenwärtige Armut und gegen viele aussichtslose Situationen im Osten Afrikas.

Dankeschön im Namen aller Helfer und Beteiligten!

WERK 2 Leipzig 6.Februar.2014

Bericht über des Projekt-Wasserhahn

Donnerstag, den 6.Februar 2014
Werk 2 Kulturfabrik Leipzig e.V.,
Kochstraße 132,
04277 Leipzig
Halle D

2014

Jessnitz/Sachsen-Anhalt 2014

Unser besonderer Dank für die Unterstützung gilt auch dem WeltenradlerThomas Meixner aus Jessnitz/Sachsen-Anhalt, der nicht nur Zeit, Geduld und Kraft, zugunsten des Projektes bei seinen Dia-Veranstaltungen investierte.

 

nähere Informationen unter: www.Thomas Meixner.de

Addis Abeba | 12. bis 24. November 2014

Liebe Freunde und Förderer des Projektes Wasserhahn!

Inzwischen bin ich wohlbehalten zurück in Leipzig. Es war wieder eine bewegende und erfüllende Reise. Es ist vieles passiert und ich will versuchen hier einen Überblick darüber zu geben, was wir geschafft haben und wie es mir ergangen ist. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen ist die Hilfe eine Auszeichnung und Motivation. Sie wissen, dass das alles nur dank Ihrer/Eurer großzügigen Unterstützung möglich ist. Ich wurde natürlich gebeten es an Sie/Euch weiterzugeben, wie dankbar sie sind, dass ihnen diese Förderung ermöglicht wird!

 

Leider haben sich die äußeren Zustände für alle Menschen in Addis Abeba verschlechtert. Im Gegensatz zu den vergangenen Besuchen, war für mich dieses Mal besonders auffallend, dass es noch lauter und die Luft noch schlechter geworden ist. Dazu tragen die Autos, die größeren Bauprojekte, eine neue Eisenbahnlinie quer durch Addis und die Dieselgeneratoren bei.

Was wurde dieses Mal getan?

Es sind ca. 3000,- Euro der Spendengelder ausgegeben worden. In der kurzen Spanne der Zeit konnte ich nicht mehr erreichen. Ich lege viel Wert darauf jeden einzelnen Euro, den ich für die Kinder bekomme, persönlich nach Äthiopien zu bringen. Ich möchte es vermeiden Geldverwalter zu bezahlen. Die Reise-kosten werden immer von mir selbst getragen. Das heißt, kein Euro fließt in Verwaltungs- oder Spesenkosten. Hierbei gilt auch ein besonderer Dank den MitarbeiterInnen des Werk 2 als Trägerverein des Projektes!

Jedes Jahr versuche ich möglichst noch vor dem neuen Schuljahr (September/Oktober) da zu sein und besuche auch die Paten-kinder, die von Ihnen/Euch unterstützt werden. Immer noch ist in Äthiopien die Hälfte der Kinder mangelernährt, Dreiviertel ist gar der Zugang zu sauberem Wasser verwehrt.
Die große Hungersnot ist nicht mehr in unseren Köpfen und trotzdem brauchen die Kinder unsere Hilfe mehr denn je. Wir können nur kleinste Tröpfchen geben. Wir versuchen es immer wieder.

 

Jugendliche wie z.B. Hanna 15, Heymanot 12, Temesgen 13, Semene 15, Meheret 18 Jahre (siehe Foto) und weitere 12 Kinder haben ein sehr schlechtes Sehvermögen. Die Eltern sind kaum in der Lage dafür zu zahlen sie ärztlich untersuchen zu lassen, geschweige denn mehr als das.
Diese Kinder haben nach gründlicher Untersuchung beim Augenarzt, das erste Mal passende  Brillen bekommen. Sie sind für alle die Hoffnung auf eine bessere Zukunft,die oft traurig genug ist. Mit den Sehhilfen ist das Lesen und Schreiben lernen zumindest deutlich einfacher.

 

Die sehr sorgfältig ausgewählten 40 Kinder bekamen für das begonnene Schuljahr jeweils eine Schuluniform, Hefte, Stifte und einen Schulranzen. Angesichts der Menge der Kinder müssen die Wasserhähne und Tanks außerdem regelmäßig gewartet und repariert werden.

In den beiden Räumen des Kindergartens, die wir im letzten Jahr nicht geschafft haben, konnte eine Decke eingezogen werden. Außer der Hilfe für die Schüler zur Ausbildung, spielt auch die Gesundheit in der Schule eine große Rolle. Aufgrund miserabler hygienischer Verhältnisse, sind Augenkrankheiten bis zur Erblindung ein großes Problem in Äthiopien. Unzählige Kinder, auch in der Dil Betigil Schule und im Kindergarten, sind davon betroffen. Für die Behandlung fehlt landesweit das nötige Fachwissen, die ärztlichen Einrichtungen und auch benötigte Pharmaka, insbesondere Augentropfen. Wasser- und Stromausfälle sind alltäglich, verlangsamen den Arbeitsrhythmus in den Klinken und erschweren das Einhalten der einfachsten Hygiene- und Sterilitätsregeln.

Trachom ist eine vermeidbare und behandelbare Augenkrankheit und ist die zweithäufigste Ursache für Erblindung in Äthiopien. In einem Land mit 96 Millionen Menschen, neun Millionen Kinder unter 9 Jahre haben aktive Trachom. Unbehandelt, Trachom führt zu Trichiasis, zu zucken Anomalie in dem Wimpern wachsen nach innen in Richtung des Auges, Kratzer auf der Hornhaut und zur Erblindung führen.

Oft werden Familien die Kinder mit Behinderungen haben, von ihren Nachbarn und Verwandten ausgegrenzt und diskriminiert. Sie sind total überfordert und wissen nicht wohin mit ihren Kindern.

Mit privaten Geldern, die mir zur Verfügung standen, konnte ich spontan und von ganzem Herzen für die Unterstützung diesen Kindern Kleidung, Nahrung, und Schulgeld zahlen. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Unterstützung von einzelnen Waisenkindern nicht zu unserem Projekt gehört.
Da ich aber auf diese große Not angesprochen wurde, habe ich uns gerne eingebracht und möchte sie auch weiter unterstützen. Diejenigen, die berührt sind von dem Gedanken, können sich gern an mich persönlich wenden.

Kinder die ihr Augenlicht teilweise oder ganz verloren haben und Gehörlose werden im nächsten Jahr einer unserer Schwerpunkte sein. Hilfsmittel für den Alltag gibt es viele verschiedene. Das fängt bei einfachen Dingen wie Haushaltsgeräten an und setzt sich bei sprechenden Handys und Diktiergeräten fort. Außerdem hoffe ich, bald den Bau einer Küche und Sanitäranlagen den Kindergarten weiter unterstützen zu können.
Nichts desto trotz ist die beschriebene Hilfe leider verschwindend gering angesichts der unzähligen bettelnden Straßenkinder in Addis Abeba. Dennoch bin ich unendlich dankbar, mit Ihrem/ Euerm Geld zumindest einigen wenigen Kindern, deren Angehörigen, Lehrern und Erziehern eine Perspektive schenken zu dürfen. Noch einmal ein ganz großes Dankeschön!

Dennoch bin ich unendlich dankbar, mit Ihrem/Euerm Geld zumindest einigen wenigen Kindern und deren Angehörigen eine Perspektive schenken zu dürfen.

Für 2015 wünsche ich uns alles Gute!
Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Solomon Wija

WERK 2 Leipzig 12.–21.12.2014

Liebe Freundinnen des Projektes Wasserhahn, liebe Bastlerinnen!

Es ist unglaublich was in 10 Tagen Weihnachtsmarkt im WERK 2 Leipzig e.V. an Sternen, Faltengeln, Holzengeln, Karten, Ketten, Babyschuhen, Socken, Leuchttüten, Keramik-Baumbehang und Zaubermäppchen so verkauft wird. Großer Dank Euch allen für das Mittun! Ohne Angela Gollners riesiges Engagement und ihren Elan wäre das natürlich nicht möglich gewesen.

Es sind 2565,- EUR zusammengekommen. Nicht nur das es kaum nennenswerte Restbestände gibt, sondern auch der Gedanke des Helfens und des Projektes an sich ist weiter getragen worden.
Auch darüber freuen wir uns riesig, wie auch für die Empfänger in deren Namen wir schon jetzt noch einmal ganz herzlichen Dank sagen wollen.

Habt alle eine gesegnete und frohe Weihnachtszeit und einen guten Eingang ins neue Jahr!

 

Auch in Angela und Matthias Gollners Namen grüßen wir Euch!
Eure Bettina und Solomon Wija

2015

Wieder haben uns einige Menschen in diesem Jahr,
durch Verzicht auf Geschenke anläßlich ihrer Geburtstagsfeiern,
mit gesammeltem Geld unterstützt.
Mich freut und beeindruckt immer wieder die große Hilfsbereitschaft!
Auch wenn das »Projekt Wasserhahn« weniger schlagzeilenträchtig
ist als andere humanitäre Hilfe, so ist es doch ein wichtiger,
zukunftsorientierter Beitrag zur Linderung der Notsituation
von Kindern und in Folge dessen, ihrer Familien.
Ganz herzlicher Dank!

Leipzig | August 2015 Trödelmarkt auf dem agra Veranstaltungsgelände August 2015

Durch die sehr großzügige Unterstützung von Matthias Seifert von der ABUHA Seifert GmbH, konnten die zwei Tage unerwartet erfolgreich durchgeführt werden.
Großer und herzlicher Dank an ihn!
Ebenso Dank an alle Freunde, die mit »Trödelgaben« und Unterstützung beim Verkauf,zum Wochenende beigetragen haben.

Addis Abeba | 24.September bis 9. Oktober 2015

Liebe FreundInnen und Unterstützende des Projektes Wasserhahn!

Die Dankbarkeiten, die uns auch in diesem Jahr mit Worten und vielmehr noch mit fröhlichen Gesichtern und in glücklichen Blicken entgegen gekommen sind, kann ich hier unmöglich in angemessener Weise wiedergeben.

Trotzdem ist in Äthiopien immer noch die Hälfte der Kinder mangelernährt, Dreiviertel ist gar der Zugang zu sauberem Wasser verwehrt. 87% aller Kinder werden in die Grundschule eingeschult, allerdings bleibt davon gerade die Hälfte bis zum Abschluss. Daher können viele Kinder und Erwachsene kaum lesen oder schreiben. Es gibt insgesamt viel zu wenig Schulen und Lehrer, der Unterricht ist mangelhaft, Klassengrößen von 60 und mehr Kindern sind keine Seltenheit.

»Im vergangenen Schuljahr allein, sind 171 Schüler ausgefallen«, sagte mirein Lehrer der Dil Betigil Schule. Die Zahl steht symbolisch für die Menge der Kinder,
die ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, entweder weil sie niemanden haben,
der sie ernährt oder es fehlen die Mittel für den Schulbedarf .

 

Ein Grundschullehrer verdient durchschnittlich 900 EUR im Jahr. Die Moral der Lehrer sinkt auch deshalb ins Bodenlose. Es gibt auch viel zu wenig Schulen und Lehrer, der Unterricht ist mangelhaft, Klassengrößen von 70 und mehr Kindern sind keine Seltenheit. Daher können viele Kinder kaum lesen oder schreiben.

Während die Wirtschaft des Landes sich mit 11% Wachstumsrate schmückt und Anzeichen der wirtschaftlichen Entwicklung durch glänzende Hochhäuser und Baustellen von Eigentumswohnungen sichtbar sind, bleiben viele Viertel von Addis Abeba unter der Armutsgrenze, mit Blechhütten neben Wolkenkratzern und Feldwegen neben Stadtautobahnen.
Das ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Stadt.

Leider gibt es nicht einfach nur Gut und Böse. Wer es wagt, allzu heftig zu widersprechen, ist automatisch ein Terrorist oder ein Äthiopien-Hasser. Da wird nicht lange reflektiert, wo könnte die Wahrheit liegen, es wird als ein Akt des Hochverrats an den Machthabern gesehen. Wofür habe ich dieses Mal Ihr/Euer Geld ausgegeben? Unsere Partnerschule Dil Betigil und deren Kindergarten sowie die Jerusalem-Grundschule waren die Begünstigten. Es sind ca. 9500,- EUR der Spendengelder ausgegeben worden.

Mit Ihrer/Eurer Hilfe wurde nah des Kindergartens ein zweiter Wassertank und Wasserhähne für die Sanitäranlagen gebaut. Drei Toiletten wurden saniert. Während der Bauphase konnten vorübergehend ca.10 Personen – darunter einige Frauen – aus der Umgebung eingestellt werden, die sonst arbeitslos sind. Von 254 Kindern und 10 Mitarbeiterinnen wurde alles begeistert in Betrieb genommen. Damit sind die miserablen hygienischen Verhältnisse im Kindergarten wenigstens verbessert worden.

Im gerade begonnenen Schuljahr wurden für ausgewählte Kinder Schuluniformen nach Maß genäht, 50 blaue für die Kinder im Kindergarten, 70 gelbe für die in der Dil Betigil Schule und 75 pinkfarbene für die Schüler der Jerusalem-Grundschule. Alle bekamen zudem Hefte, Stifte und einen Schulranzen. 15 neue Stühle und 4 Tische für die Erzieherinnen und 20 Matratzen für die Kinder konnten zur Verfügung gestellt werden. Angesichts der Menge der Kinder müssen die Wasserhähne und Tanks außerdem regelmäßig gewartet und repariert werden, was auch dieses Mal in beiden Schulen geschehen konnte.

 

Falls mehr Interesse an meinem diesjährigen Besuch besteht, als auf diesem Faltblatt zu sehen und lesen ist, lade ich ganz herzlich ein für Donnerstag, den 18. Februar 2016, 19.00 Uhr in die Halle D im Werk 2. An diesem Abend werde ich Fotos zeigen und berichten. Außerdem wird Juliane Markov eine Geschichte aus ihrem neuen Buch »Silberfischchen« lesen. Sie ist Bildungsreferentin im Eine-Welt-Verein, hat Äthiopien bereist und ihre Erlebnisse zu Texten verarbeitet.

 

Für das bevorstehende Weihnachtsfest und das neue  Jahr 2016 wünsche ich von Herzen alles Gute!

Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Solomon Wija

2016

Leipzig | 02.Juli.2016

Am 18. Februar 2016, 19.00 Uhr gab Solomon Wija einen
Erlebnisbericht mit Bildern von der Überbringung der Spendengelder im Herbst 2015. Ergänzt wurde der Vortrag, dankenswerter Weise, von Juliane Markov mit einer Lesung aus ihrem neuen Buch »Silberfischchen«. Das Büchlein ist im Eine-Welt-Laden Connewitz Bornaische Straße 18 04277 Leipzig, zu erhalten.

Leipzig | 12. Juli 2016

Herzlicher Dank!

Wir bedanken uns bei allen fleißigen, unermüdlichen Helfern für ihren erfolgreichen und gelungenen Kuchenbasar beim diesjährigen Sommerfest der Tagesklinik, Sozialpsychiatrischer Dienst, Institutsambulanz, Schönbachstr. 2, 04299 Leipzig, zugunsten des Wasserhahn Projektes.   Insgesamt wurden 200,- Euro gespendet. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Addis Abeba | 28.September bis 12. Oktober 2016

Liebe FreundInnen und Unterstützende des Projektes Wasserhahn!

anlässlich meiner Äthiopien reise Anfang Oktober möchte ich Sie gerne über den aktuellen Stand unseres Projektes und über unsere Patenkinder in Addis Abeba informieren. Leider konnte ich in diesem Jahr nur die Kindergarten- Kinder der Dil Betigil-Schule besuchen. 27 von ihnen bekamen neue Schuluniformen, Ranzen, Hefte und Stifte.
Der Kindergarten ist seit September mit 40 weiteren Kindern in Betrieb, d.h. es sind jetzt 280 Kinder – ein Wunder wie das funktioniert. Die Nachfrage in der Stadt ist enorm groß.

Die »Patenkinder«, die seit Jahren durch private Hilfen unterstützt werden, habe ich fast alle treffen oder besuchen können. Eine von ihnen, Derebe, ist inzwischen Grundschullehrerin und besucht neben ihrer Arbeit die Abendschule, um sich fortzubilden und später im Gymnasium unterrichten zu können. Ihre Schwester Kumeshi dagegen musste die Schule abbrechen, weil sie Mutter eines kleinen Mädchens geworden ist. Das Kind war gerade geboren als ich die beiden besuchte und hatte noch keinen Namen.

 

Menjot, wieder eine andere Jugendliche, hat eine Ausbildung zur Sekretärin begonnen. Andere Kinder besuchen noch die Oberschule. Fekadu,hat eine Lehre zum Elektriker begonnen. Das sind gute Aussichten. Ein Junge, Wondemagn, der allein in Addis lebt und sich sein Leben und die Schule durch Schuhe putzen verdient, wird jetzt durch private Gelder unterstützt. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es, Dank der unterstützenden Familien hier, den »Kindern«, sehr gut geht. In ihrem Namen: Vielen herzlichen Dank!

 

Aber bis heute konnte ich leider nichts weiter verrichten. In Äthiopien sind in den letzten Monaten Unruhen ausgebrochen.  Mit der regierenden Minderheit sind alle anderen Ethnien unzufrieden und sie haben begonnen sich zu wehren.  Es gab Demonstrationen im ganzen Land, es wurde geschossen und es gab mehrere hundert Tote. Hass und Wut der verschiedenen Minderheiten aufeinander sind immer größer geworden und machen mich betroffen. Während meines Aufenthaltes wurde der Ausnahmezustand verhängt. Das bedeutet, dass Einzelpersonen ohne Gerichtsbeschluß verhaftet werden können. Es besteht Ausgangssperre und ein Versammlungsverbot. Internet, Mobilfunkdienste und Medienplattformen wie Twitter, Facebook und Viber sind verboten und im ganzen Land stillgelegt. 

 

Die Schulen und Universitäten blieben bis zu meiner Abreise geschlossen. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Äthiopien und viele Einheimische sind besorgt, dass es einen Bürgerkrieg geben könnte. Quellen: ZDF, dpa, taz und reuters. Angesichts dieser Tatsachen und der bis heute nicht wieder bestehenden Möglichkeit der Kommunikation, müssen wir uns gedulden bevor wieder Hilfe ankommen kann.

Geplant und vorbereitet war, für 225 Schulkinder der Dil Betigil- und Jerusalem-Grundschule die Uniformen und Grundausstattung für die Schule anzuschaffen. Außerdem sollte der Einbau von etlichen Türen, die Renovierung eines Raumes und das Verlegen weiterer Bodenbeläge realisiert werden. Es sollten kindgerechte Matratzen angeschafft werden, die Einrichtung der Räume verbessert und der Spielplatz  repariert bzw. erneuert werden.

 

Mit einigen Kindern wollte ich zum Augenarzt und ihnen Brillen kaufen. Ich plante einen Sanitätsraum zu bauen, aber es war kein Verantwortlicher zu erreichen. Die Lehrer waren zur politischen Schulung und so waren mir die Hände gebunden. Die Kinder gehören selbstverständlich den verschiedensten Minderheiten an. Ihnen soll allen gleichermaßen geholfen werden. Menschlichkeit steht im Vordergrund meines Anliegens.

 

Ich danke Ihnen/Euch allen ganz herzlich für die gewährten Hilfen und hoffe auch wieder Besseres berichten zu können. Geben wir gemeinsam die Hoffnung nicht auf! Bitte bleiben Sie/ bleibt Ihr uns verbunden!

Für Weihnachten und zum neuen Jahr 2017 wir von Herzen alles Gute!

Herzliche Grüße,
Ihr/Euer Solomon Wija

2017

Leipzig | den 5. August 2017

Liebe FreundInnen und Unterstützende des Projektes Wasserhahn!

Mit den folgenden Zeilen wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Aktivitäten und die Situation unseres Projektes vermitteln.

Einem Land wie Äthiopien kann man insbesondere dadurch helfen, indem die Bildung der Menschen gefördert wird. Seit mehreren Jahren finanzieren wir die Ausbildung von jungen SchülerInnen. Wir haben immer wieder gesehen, dass die Ausbildung der Kinder nur dann fruchten kann, wenn die Menschen in einem gesunden Lebensumfeld leben. Daher bemühen wir uns schon um sauberes Trinkwasser, eine Grundausstattung für die Schule und eine Renovierung der Räume.

Wir freuen uns Ihnen/Euch hier das erste Foto vom Bau des Mädchen-Sanitätsraumes/Dusche zu zeigen. Die Räume sollen bis zu meiner Reise im Herbst fertig gestellt werden. Das Häuschen entsteht auf dem Gelände der Jerusalem-Grundschule. Während die Pubertät und die körperlichen Veränderungen viele Fragen für die Jugendlichen mit sich bringt, sind wenigstens die miserablen hygienischen Verhältnisse im neuen Schuljahr verbessert.Mit dem Bau sind mehrere lokale Bauarbeiter beschäftigt, die somit auch durch unser Projekt unterstützt werden.

Bis dahin noch einmal unseren herzlichsten Dank für Ihre Spende und Ihr großes Herz.
Solomon Wija

Leipzig | den 10. November 2017

Die Spenden 2017 für die Jerusalem-Grundschule!

Die empfangenen Spendengelder werden jährlich, persönlich und zweckgebunden übergeben. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen wird von mir vor Ort kontrolliert. So wird gewährleistet, dass die Spenden zu 100% dafür eingesetzt werden die Lebensbedingungen der Kinder zu verbessern. (z. B. durch den Bau von sanitären Anlagen, Schulgebäuden und die Anschaffung von Lehrmaterial).

Die Mädchen und die Eltern in der Jerusalem-Grundschule wünschten sich nichts sehnlicher als einen Duschraum. Das Projekt-Wasserhahn konnte diesen Wunsch endlich erfüllen. Bereits vor meiner Ankunft wurde mir klar, dass der Bau zu schaffen ist und mein Aufenthalt in Addis eine Freude sein würde.

 

Nur jeder dritte hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Schlechter noch steht es um die Verfügbarkeit von Sanitäranlagen: Sie liegt gerade bei etwa 20 Prozent. 60 Prozent aller Krankheiten und 15 Prozent der Todesfälle werden durch diesen Mangel verursacht. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, Frauen und ältere Menschen. Die neue Dusche für die Mädchen in der Jerusalem-Grundschule hat ca. 8000 Euro gekostet. In diesem Raum können die Mädchen ihren Sachen waschen und duschen.

Gerade die Bewohner städtischer Armenviertel arbeiten als Tagelöhner, auch die Kinder müssen bereits zum Lebensunterhalt beitragen. Besonders hart trifft es Waisen. Gute Bildung als eines der wichtigsten Mittel für ein besseres Leben ist indes Mangelware in Ost-Afrika. Viele Kinder besuchen leider keine Grund- oder gar Sekundarschule. Einige konnten aber auch in diesem Jahr eine Chance bekommen. 145 Kinder zwischen ca. 6 und 17 Jahren, davon 66 Mädchen, bekamen in der Jerusalem-Grundschule Uniformen.

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Der Kindergarten im Oktober 2017

Seit August 2015 wurde die Zahl der Kinder von 245 auf 357 erhöht. Die Kinder sind alle zwischen 3 und 5 Jahre alt. Es haben 33 Kinder eine Uniform bekommen.

Außerdem konnten wir 15 neue Stühle und 4 Tische für die Erzieherinnen zur Verfügung stellen. Wie immer müssen die Wasserhähne und Tanks außerdem regelmäßig gewartet und repariert werden, was auch dieses Mal in beiden Schulen geschehen konnte.

Was sich alle im Kindergarten für die Zukunft wünschen?

Die Mädchen und Jungen wünschen sich einen neuen Schlafraum und einen Spielplatz. Beides macht aus meiner Sicht Sinn und könnte vielleicht im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Die Dil-Betigel-Grundschule

Dil Betigel ist eine der 216 öffentlichen Grundschulen in Addis Abeba. Da die Staatsschulen alle überfüllt sind, lässt die Qualität des Unterrichts zu wünschen übrig. Insgesamt besuchen ca. 2500 Schüler diese Schule.Dort haben dieses Jahr 64 Schulkinder die Uniformen und Grundausstattung, wie Hefte, Stifte und einen Schulranzen bekommen.

Ich möchte mich bei Ihnen/Euch allen für die große Unterstützung bedanken und hoffe, dass Ihr alle für diese Kinder und ihre Angehörigen erhalten bleibt. Die tiefe Dankbarkeit und die große Freude der Kinder, Eltern, Angehörigen und der Lehrer, die ich dort erfahren habe, will ich gern an Sie/Euch weitergeben. Klar ist die Unterstützung der Kinder in Addis global gesehen nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“, aber für die wenigen ist es eine direkte Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

Besuche bei Patenkindern

Auch in diesen Fotos und Texten werde ich nicht annähernd das wiedergeben können, was ich im Oktober
diesen Jahres erlebt und erfahren habe. Sie ahnen nicht, wie sehr wir uns freuen, dass die Großzügigkeit,
von privaten Unterstützern spontane und von ganzem Herzen große Hilfe für die Kinder möglich macht.

An dieser Stelle sei gesagt, dass die Unterstützung von einzelnen Kindern nicht zu unseren Hauptaufgaben gehört. Da ich aber auf die große Not Einzelner immer wieder angesprochen  wurde, habe ich mich gerne eingebracht und möchte sie auch weiter unterstützen. Diejenigen, die berührt sind von dem Gedanken, können sich gern an mich persönlich wenden.

Seit Anfang diesen Jahres wird ein kleines Mädchen, Tsehai, knapp 4 Jahre alt, mit ihrer Mutter Yodit unterstützt. Sie leben in Addis und die Mutter versucht nun an einer Frisörausbildung teilzunehmen.
Mit einer Patenschaft können Sie Ihrem Patenkind das Leben retten und gestalten. Mit der Ausbildung  der Kinder haben Sie die eventuelle Möglichkeit nachhaltig etwas zu verändern.

Es ist auch ein Wunsch von mir, Paten für der kleinen Nathanael Dawit, zweieinhalb Jahre, zu finden.

Wir würden uns so gern bei jedem Einzelnen persönlich bedanken. Doch das geht in den meisten Fällen leider nicht. Wir sind froh, glücklich, dass diese Gesellschaft doch nicht so egozentrisch ist, wie viele immer behaupten – und wir freuen uns, dass jede und jeder einzelne von Ihnen dazu beigetragen hat, dass unser Projekt für viele ein kleine Hoffnung gibt.

DANKE!
Ihr/Eurer Solomon Wija